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Erkalteter Marmor

Der Himmel leuchtet in grau und blau und in den Tönen der herannahenden Nacht. Alles was ich will bist du. Der Horizont scheint rot durchbrochen, die Sonne ist schon längst vergangen. So wie du einst von meiner Seite gingst. Wie grauer Marmor schenkt der Himmel mir Kälte... Könnte ich bloß in diese kalten Fluten mich fallen lassen, auf dass sie mich hinfort tragen an einen blinden Ort. Ich will nicht mehr als dich heut Nacht, doch was ich will ist wie das warme Rot dort draußen, den Marmor wird es erkälten und dann ist nichts mehr da, was den Abend erhellt. Dann wird der Marmor sich in Dunkelheit hüllen... Deine Augen wurden kalt, damals im Schatten der Zeit, dein Blick war verloren, nicht mehr bei dir. Ich suchte dich in den Zeilen meiner Gedanken, doch fand ich nur mich - allein. Und du gingst hinfort in die Dunkelheit und ich suchte dich bis an den nächsten Tag. Ich liebe dich. Alles was ich wollte war eine Antwort. Die Nächte sind kälter geworden und dunkler. Sie sind nicht mehr dass was sie einmal waren, als du noch bei mir warst. Jetzt bist du fortgegangen und stehst trotzdem neben mir. Der Mond versteckt sich hinter den schwarzen Wolken. Mittlerweile blitzt der graue Himmel nur noch schwach hinter ihnen hervor und das Rot... das Rot ist nicht mehr als ein Hauch.. Wird es vergangen sein, so werde auch ich vergangen sein, so werde auch ich mich in die kalten schwarzen Wellen werfen. Der blinde Ort liegt am Boden, ich muss zerschlagen was ihm im Wege steht um zu vergessen, um dass zu vergessen was den Abendhimmel einst rot färbte. Mein Körper wirft nicht mehr als Schatten im Mondlicht, bald werde ich die Zeit nicht mehr hindern zu fließen. Fliege hinfort von mir, du mein Verstand, meine Erinnerung an das Paradies, an den Tag und nicht an die Nacht. In die Sonne und nicht in die Kälte. Flieg und stirb!

(älterer Text) 
24.2.07 15:14


Desktrukivtes Schreiben Teil 1

Ist wohl grad das Beste, wenn ich ein Stück meines Gedankenstrudels abschneide und es euch zum probieren gebe, vielleicht fällt euch denn auf was ich vergessen habe...

Wie schmeckt es für dich? Es schmeckt doch jedem anders, nur ändert es nicht die Tatsache, dass das was wir essen uns Schaden zufügt. Klar, es sättigt uns für kurze Zeit, doch auch bald werden wir wieder Hunger verspühren und uns wieder was zu Essen besorgen.
Und was essen wir? Gedankenfutter, her gestellt aus Zuständen, abgepackt in Plastiktüten der Differenzierung. Es kostet vielleicht einen wenig oder ein wenig mehr, aber wir brauchen nicht
mehr als auf ein paar Knöpfen zu drücken und zu warten bis der Effekt unserer Taten ein Ergebnis hervor befördert.

Und was ist es diesmal? Eine Tüte Gefühlsdrama? Ein Päckchen Missverständnisse oder eine Dose Ungewissenheit? Wir entscheiden uns meist nach dem was uns am ehesten zusagt. Zur Zeit erlabe ich mich an einer Flasche Einsamkeit. Ich kenne es aus der Werbung, alle reden davon, ich wollte es auch mal probieren und es schmeckt gar nicht so übel. Ein wenig bitter, aber der Süße Geschmack des Selbstmitleids macht dieses Makel wieder weg. Aber zeitweise kann eine leichte Überlkeit auftauchen, wenn ich zu viel davon trinke. Ich sollte mir wohl bald was neues holen, aber der Weg zum Automaten ist so weit. Oder ich verhunger an Sinnlosigkeit... Was soll sonst mein Leben erfüllen? Um mich herum Wunder und Sonnenschein und ich, ich denke zu viel. Ich suche was ich finde, ich ernähre mich von den Ausscheidungen anderer die ich selbst hervor brachte. Soll ich mich hassen? Ich will doch nur wissen was es noch gibt, kenne ich nichts mehr als das eine... Was schmeckt mir?
 
Nach was verzerr ich mich, nach was dürstet es mich? Eine Tüte Wollust bekomme ich an jeder Ecke, aber gibt es nicht noch was anderes? Etwas von was mir nicht Übel wird, von dem ich keine Magenschmerzen bekomme?

Was nimmst du zu dir? Leichtsinn oder Hochmut? Wo bekomm ich sowas her? Habe nie davon kosten können, konnte es mir nie leisten. Der billigste Supermakrt war mir gut genug, hab an Sonderangeboten geschnuppert, hab mich verführen lassen.... hätte sparen sollen an dem was ich hatte. Hab mein ganzes Vermögen in einen Kasten Hoffnung aufgebraucht, doch hielt er nur 2 Jahre. Danach bekam ich noch nicht mal den Pfand zurück. Ich habe gar nix mehr. Habe nie was
gehabt, weil ich nie mit dem umzugehen wusste was ich hatte.

Ist Glück wirklich so teuer?
Und wie schaff ich es, nicht alles aufeinmal zu verschlucken?

Kannst du mir was davon leihen?

24.2.07 15:10


-kein Titel- 

 

deine Zärtlichkeit tut mir weh

deine Küsse verletzten mich

deine Liebe verstehe ich nicht

sag mir, warum du diese Worte sagst

sag mir, warum du mich liebst?

denn deine Worte sind nicht mehr als Lügen

deine Küsse nur ein Verlangen

deine Zärtlichkeit nur eine Offenbarung

doch warum dies alles?

warum sagst du, du liebst mich?

warum willst du mich stetig in deinen Armen halten

eine immer währende Umarmung

an der ich langsam ersticke

du sperrst mich ein in deine Welt

bloß anhand drei simpler Worte

deine Angst mich zu verlieren

wobei ich nicht die einzige war

die du jemals liebtest

schweige und befreie mich

aus deiner Schlinge

wenn du mich wirklich liebst

lass mir Zeit um nach Luft zu schnappen

wenn du mich liebst

lass mich flüchten

denn ich kann nicht mehr als dich verletzten

deine Worte sind ein Fluch

deine Liebe wird mich verfolgen

auch wenn ich gegangen

du wirst immer da sein

denn du liebtest mich

und ich verließ dich

dein verständnisloser Blick

brannte sich in meiner Seele fest...

(älterer Text)

24.2.07 15:05


Gesammelte Zitate von Freunden, Bekannten und mir

Man kann ein Problem nicht mit dem gleichen Denken lösen mit dem man es schuf. (unbekannt) 

Alles was man wird, verändert nicht das Sein. (von mir)

Nur wer seinen eigenen Weg geht, kann von niemandem überholt werden. (Marlon Brando)
 
Die Philosophie ist eine Art Rache an der Wirklichkeit. (Friedrich Nietzsche)
 
Menschen werden spielsüchtig, weil sie nicht nur gewinnen, sondern auch verlieren können. (von einem Kumpel)
 
Ich glaube nicht an Wunder. Ich habe davon zu viele gesehen. (unbekannt)
 
Wer in der Wildnis erwacht, wenn der Tag ist nah
Und glaubt, er sei Herr über dies Land,
Erblickt vielleicht, was er abends nicht sah -
Und zitternd erkennt er bei klarem Verstand
Die Gefahr, die ihm im Dunkeln so nah -
Unr er erblickt... die Spuren im Sand.
(Archibald Rutledge)
 
Ein gewisser Einsiedler, ich weiß nicht, wer, sagte einst, daß nichts mehr ihn mit diesem Leben verbinde; das Einzigste, das er mit Bedauern aufgebe, sei der Himmel. (Yoshida Kenko)
 
Man darf nichts fürchten und nicht für verloren halten, was die Seele tief in uns wünscht. (Herman Hesse)

Liebe ist.... gemeinsam der Sonne entgegen zu fliegen um am Ende müde und erschöpft zu verbrennen. (von mir)

23.2.07 21:13


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